Wir müssen ganz entschieden trennen zwischen einem Untersuchungsgegenstand, der quasi zeitlos ist, also zu allen Zeiten immer gleich funktionieren wird, und solchen, die eine historische Entwicklung beinhalten, bei denen Teil des Gegenstandes ein in der Vergangenheit liegender zeitlicher Verlauf zu untersuchen ist – was natürlich prinzipiell unmöglich ist, da wir niemals die Vergangenheit besuchen können, um sie zu untersuchen.
Beispiele für diese beiden Arten von zu untersuchenden Gegenständen wären zum Beispiel: alle physikalischen Naturgesetze, für die eine der vereinfachenden Paradigmen der Physik darin besteht, dass sie sich eben nicht zeitlich verändern. Ebenso wird eine völlige Unabhängigkeit von räumlicher Lage angenommen, so dass wir, solange wir nicht das Gegenteil erkennen, davon ausgehen dass alle physikalischen Gesetze die wir auf der Erde beobachten in unveränderter Weise zu allen Zeiten in der Vergangenheit als auch an allen anderen Orten im Universum so gelten. Dass es sich hierbei um Annahmen handelt die sich durchaus als falsch erweisen können, ist jedem seriösen Physiker bewusst. Allerdings lassen sich viele weit entfernte Vorgänge im Universum auf Basis dieser Annahme gut erklären. Da große Entfernung im Universum gleichzeitig bedeutet weit in die Zeit zurück zu blicken, können wir über die zeitliche Konstanz damit ebenfalls eine Aussage treffen und diese ist dieselbe wie über die räumliche Konstanz: auch weit in der Vergangenheit liegende Ereignisse scheinen sich mit den heute auf der Erde beobachteten physikalischen Phänomenen gut in Einklang bringen zu lassen.




